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Hoaxes und Legenden über Musik

26 Mar

1982 biss Ozzy Osbourne während einer Show einer Fledermaus den Kopf ab. Paul McCartney ist tot und das schon seit 1966. Gene Simmons, Bassist der Guppe KISS, hat sich seine Zunge verlängern lassen. Massenmörder Charles Manson war angeblich bei einem Vorsprechen für die Monkees.

Die Liste dieser Mythen und Legenden ließe sich noch endlos fortsetzten. Aber welche davon sind wahr? Und welche sind einfach Hoaxes oder Urban Legends? Bei den vielfältigen Gerüchten, die im Internet kursieren, verliert man schnell den Überblick.

Die Fledermaus-Geschichte
Richtig an dieser Story ist, dass Mr. Osbourne wirklich einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat. Absicht war’s aber nicht. Während des Konzerts in Iowa warf ein Besucher das besagte Tier auf die Bühne. Osbourne, der dachte, es handle sich um eine Attrappe, biss ihm den Kopf ab. Die Folge davon war, dass er ins örtliche Krankenhaus kam, gegen Tollwut geimpft wurde und Tierschützer seine Platten boykottierten.
Was er selbst heute dazu sagt, seht ihr hier.

Paul is dead
Angeblich was Paul McCartney 1966 in einen tödlichen Autounfall verwickelt. Das wollte man vertuschen, deshalb starteten die Produzenten einen Paul-Lookalike-Contest – angeblich. Anhänger dieser Theorie glaubten in vielen Plattencovern Bestätigung zu finden.
Yesterday And Today
Lennon, Starr und Harrison stehen neben einem Koffer, McCartney sitzt drin. Dreht man die Platte um 90° sieht es aus, als würde er in einem Sarg liegen.
Paul McCartney
ist als einziger auf dem Revolver-Cover im Profil abgebildet und starrt ins Leere. Die Hand über seinem Kopf ist in vielen Ländern ein Zeichen des Todes.
Auf dem Cover vom Album Sgt. Pepper’s Lonley Hearts Club Band bilden die vielen Leute im Hintergrund die Trauergemeinschaft, die üppigen Blumen sind Grabschmuck. Es sieht aus, als müsse er von Starr und Harrison gestützt werden müsse. Über seinem Kopf ist erneut eine Hand zu erkennen.
Yellow Submarine
Lennon hat seine Hand über dem Kopf von McCartney (siehe Revolver, Sgt. Pepper’s).
Auf dem Cover-Bild von Abbey Road trägt Paul McCartney keine Schuhe (in England werden Menschen ohne Schuhe beerdigt). Im Hintergrund parkt ein weißer VW Beetle, auf seinem Nummernschild steht “LMW 28IF”. LMW wird als “Linda McCartney Weeps (wahlweise auch Widow)” gedeutet. 28IF heißt angeblich, dass er zu dieser Zeit 28 Jahre alt, IF er nicht gestorben wäre. Und obwohl McCartney Linkshänder ist, hält er seine Zigarette in der Rechten (das MUSS ein Doppelgänger sein!).
Das und noch unzälige weitere Argumente haben sich Verschwörungstheoretiker einfallen lassen.

Das Gerücht um Gene Simmons’ Zungenverlängerung
Er behauptet, er hätte dieses enorme Schlapper-Teil schon immer. Ich hab zumindest nie ein Foto gesehen, auf dem sie nicht so lang war. Also glaub ich’s dem Herrn einfach.

Hat Charles Manson bei den Monkees vorgesprochen?
Nein hat er nicht. Driftigster Grund dafür: Zu dieser Zeit war er gerade inhaftiert.

Seit ihr Experten in Sachen Hoaxes und Legenden? Habt ihr den Durchblick?
Macht den Test! (Lustiges, kleines Quiz über Musik)

Weiterführendes zu diesem Thema – nicht nur auf Musik bezogen! – gibt’s hier!

Eure Blutsschwester.

20 Dinge, die der Musikgeschichte besser erspart geblieben wären

19 Jan

20. David Hasselhoff
Egal, ob Herr Hasselhoff betrunken am Boden liegt und Burger isst, oder Freiheit sucht, es wär uns lieber erspart geblieben.

19. Der Forever-27-Club
Und wenn sie nicht gestorben sind, machen sie noch heute großartige Musik… Wär doch ein besserer Schluss, oder?

18. American Idol, Deutschland sucht den Superstar, Starmania…
Hier geht’s nicht mehr um Musik, sondern um Fremdschämen und um zu sehen, wie Leute fertig gemacht werden.

17. Die 80er

16. Right Said Fred
NEIN, ihr seid nicht zu sexy für euer Auto. Auch nicht für meine Party. Auch nicht für euer Shirt.

15. Teen Stars
Miley Cyrus
aka Hannah Montana, Jonas Brothers, die kleine Schwester von Britney Spears (wie heißt sie noch gleich?), Justin Bieber
Bleibt beim Kiddy Contest oder beim Disney Channel.

14. Meat Loaf
Aber jetzt wissen wir wenigstens, was Meat Loaf für die Liebe tun würde (anything) und was nicht (that).

13. Billy Ray Cyrus, besonders Achy Breaky Heart
Noch ein Cyrus, siehe #15.

12. KISS Unmasked
Über die Musik von KISS lässt sich streiten. Über die Maskierung auch. Aber es ist ein Fakt, dass sie besser bei den Masken geblieben wären.

11. Jefferson Airplane werden Jefferson Starship…
… und machen We Built This City.

10. Klingeltöne
Egal, ob da Britney Spears oder Rage Against The Machine düddelt, es nervt.

9. Satan
Nein, er hat euch nicht geholfen, die Metal-Platte aufzunehmen. Und nein, man hört keine Botschaft an ihn, wenn man die Platte rückwärts abspielt.

8. Nickelback
Mehr als How You Remind Me und Hero bleibt mir eh nicht zu sagen, oder?

7. Gott
Nein, er hat euch nicht geholfen, die Hip-Hop-Platte aufzunehmen. Auch nicht dir, Xavier Naidoo.

6. Roberto Blanco
Klar, ein bisschen Spaß muss sein. Aber Spaß kennt auch seine Grenzen.

5. The Osbournes
Mal ehrlich, wer will den Hunden beim Kacken, Ozzy beim Zittern und Stammeln und Kelly beim Futtern zuschauen?

4. One-Hit-Wonders
Ich will gar nicht viele Beispiele nennen. Dexy’s Midnight Runners, Crazy Town und Wheatus sprechen für sich.

3. Songs über geschichtlich wichtige Leute
Zum Beispiel Boney M. – Rasputin, Dschingis KhanDschingis Kahn

2. Frank Farian-Produktionen…
… die alle eh nicht selbst singen, siehe Boney M., Milli Vanilli

1. YouTube
Ich sag ja eh nix gegen illegale Veröffentlichungen, das ist das kleinere Übel. Aber diese schrecklichen, total verhunzten Eigen-Interpretationen, die eigentlich keiner hören will…
Hier einige ausgewählte Beispiele:
Killing Me Softly (Fugees)
Paparazzi (Lady GaGa)
I Will Always Love You (Whitney Houston)
I Got A Feeling (Black Eyed Peas)

Was war für euch das größte Disaster der Musikgeschichte? Was muss eurer Meinung nach noch unbedingt auf die Liste? Über Antworten, Anmerkungen, Ideen und Kommentare freue ich mich!

Das Kalendarium, 19. Jänner 2010:

Heute vor 67 Jahren wurde Janis Joplin in Texas geboren. Ihr Leben war von Drogen und Alkohol gezeichnet, trotzdem brachte sie geniale Songs hervor – z.B. Me And Bobby McGee, Cry Baby.

Vor vier Jahren, also 2006, starb Wilson Pickett, einer der bedeutensten Soul-Sänger der 60er. If You Need Me, sein bekanntester Song, wurde unter anderem von den Rolling Stones gecovert.

Eure Blutsschwester.

Von Satansbotschaften und Britney Spears

9 Nov

Backmasking, Backward Messaging, Backward Masking oder einfach Rückwärtsbotschaften bezeichnen in der Musik Passagen, die – wenn man sie rückwärts anhört – eine versteckte Botschaft enthalten. Teils gewollt, teils ungewollt haben solche Nachrichten schon für gewaltige Aufregungen gesorgt. Besonders oft werden Satansbotschaften oder Aufforderungen zu Gewalttaten hineininterpretiert und beunruhigen so die Herzen vieler religiöser Katholiken oder Eltern, die um ihre Kinder besorgt waren.

Die bekannteste versteckte Botschaft ist im Led Zeppelin-Song “Stairway to Heaven” zu finden.
Die besagte Textstelle

“If there’s a bustle in your hedgerow, don’t be alarmed now,
It’s just a spring clean for the May queen.
Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There’s still time to change the road you’re on.
And it makes me wonder. “

Led Zeppelin

Wenn man aber das ganze rückwärts abspielt, bekommt man angeblich folgendes zu hören

“Oh here’s to my sweet Satan.
The one whose little path would make me sad,
whose power is Satan. He’ll give you give you 666.
There was a little toolshed where he made us suffer, sad Satan.”

Aber nicht nur in der Rockmusik sind Rückwärtsbotschaften zu finden. Auch im Song “Baby One More Time“ von Britney Spears kann man eine Nachricht hören (“Sleep with me, I’m not too young”) und die Beatles verkünden in “Revolution 9” immer wieder “Turn me on, dead Man”.

Manche Musiker greifen aber auch ganz bewusst zu versteckten Botschaften, wie zum Beispiel Pink Floyd (congratulations. you have just discovered the secret message. please send to [...]).

Weitere verdächtige Werke: Imagine von den Beatles, Nature Trail to Hell (Wofür braucht Weird Al ne versteckte Botschaft?) und Fire on High von ELO (beängstigend).

Lieder zum Probehören gibt’s hier auf diesem Blog (wirklich empfehlenswert)

Und nun noch zum Kalendarium:

Heute vor genau 55 Jahren wurde Dennis Stratton in London geboren. Wem der gute Herr nichts sagt: Er war einer der ersten Gitarristen von Iron Maiden, war aber nicht mal ein ganzes Jahr bei der Heavy-Metal Band und ist nur auf dem ersten Album “Iron Maiden” zu hören.

Ich gratuliere recht herzlich!

Eure Blutsschwester.

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