Schlagwort-Archiv: Forever-27-Club

Neu entdeckt: Die Schönheit des Leidens

14 Jan

Im Winter, bei diesen verflucht kurzen Tagen, bei dieser verdammt scheuen Sonne, krieg ich immer ein bisserl die Melancholische. Und manchmal trifft sich mich auch volle Breitseite.

Der Stapel CDs, die ich am Dachboden ausgegraben hab, passt da perfekt dazu.

Das zweite neue alte Album, das ich da entdeckt habe, ist Nick DrakeBryter Layter

Seine Biografie liest sich so wie die, vieler anderer Künstler. Drake wurde von den Kritikern geliebt, er galt in den späten 60ern, frühen 70ern als Englands talentiertester Songschreiber. Jedoch fand seine Musik bei der breiten Masse keinen Anklang und er wurde von Zweifeln geplagt. Am 25. November 1974 starb er im Alter von 26 Jahren an einer Überdosis Antidepressiva. Verpasste also nur knapp das Ticket für den Forever-27-Club. Erst 20 Jahre nach seinem Tod wurden seine Alben wiederentdeckt und er bekam den Erfolg, den er sich zu Lebzeiten gewünscht hatte.
Mehr von Nick Drake gibt’s von Tobias Tzschaschel.

Bryter Layter ist mit Sicherheit sein kommerziellstes Album, klingt an manchen Stellen aber schon zu luftig und zu aufwändig. Allein schon wegen dem Saxophon kommt bei mir bei At The Chime Of A City Clock Gänsehautstimmung auf.

Viel puristischer zeigt sich sein drittes Werk, Pink Moon. Manchmal fast schon zu puristisch und reduziert. Es klingt ganz so, wie es auch wirklich ist: Eine One-Man-Show, in nur einer Nacht aufgenommen und vor allem sehr, sehr ehrlich, verletzlich und melancholisch. Zum Beispiel reißt mich der Song Parasite immer wieder aufs Neue von den Beinen. Nimmt mich mit auf eine Achterbahnfahrt. Und lässt mich anschließend taumelnd und wankend zurück. Noch ein wahnsinnig tolles Lied auf der Platte: Things Behind The Sun.

Und nun zum Kalendarium, 14. Jänner 2010:

62 Jahre alt wird heute “T-Bone” Burnett, amerikanischer Rock-Sänger, -Gitarrist und -Produzent. Er arbeitete unter anderem mit Bob Dylan, Robert Plant und Bono zusammen.
Dave Grohl, Ex-Nirvana-Drummer, Noch-Foo Fighters-Sänger, Im-Moment-Them Crooked Vultures-Drummer (usw), feiert heute seinen 41. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Das Kalendarium führt uns aber heute weiter als gewohnt in die Vergangenheit.
Am 14. Jänner 1898, also vor 112 Jahren verstarb der Brite Lewis Carroll. Passt auf den ersten Blick hier nicht so richtig hinein. Auf den zweiten Blick schon. Der Verfasser vom Kinderbuch Alice Im Wunderland fasziniert seit Jahren Jung und Alt und das Märchen gilt als DIE Drogen-Story überhaupt. Schon im März kommt es in unsere Kinos. Altmeister Tim Burton hat sich dem Film angenommen und mit Johnny Depp (Hutmacher), Helena Bonham Carter – ach nein! – (Herzkönigin) und Anne Hathaway (Weiße Königin) verfilmt. Nicht nur die Besetzung klingt vielversprechend, auch der Soundtrack lässt auf viel hoffen. Robert Smith von The Cure, Wolfmother und Franz Ferdinand sind darauf vertreten.

Eure Blutsschwester.

Live Fast, Love Hard. Die Young.

19 Nov

Janis Joplin, Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Brian Jones, Gründungsmitglied der Rolling Stones
und nach einigem Recherchieren bin ich noch auf zahlreiche weitere Namen gestoßen. Was die alle gemeinsam haben?
Nun ja, zweifelsohne waren sie großartige Musiker. Aber noch etwas verbindet diese Menschen. Sie alle sind mit nur 27 Jahren gestorben. Janis Joplin erlag mit 27 Jahren ihrer Alkohol- und Drogensucht, Kurt Cobain steckte sich am 5. April 1994 eine Pistole in seinen Mund und drückte ab, der Grund für Jimi Hendrix‘ Ableben waren Alkohol und Schlaftabletten und um den Tod von Jim Morrison ranken sich weiterhin allerlei Gerüchte. Das auffällige an ihnen ist aber, dass sie alle – ausgenommen von Kurt Cobain – innerhalb von 2 Jahren gestorben sind.

Zahlenspiele
Lustig auch: die Quersumme aus 27 ist 9. Zieht man daraus die Wurzel ist es 3. Multipliziert man 9 mit 3 erhält man wieder 27. Weitere Beispiele für die Mystik dieser Zahl gefällig? Die Zahl 27 ist – genauso wie ihre Quersumme 9 – eine mythische Zahl. 9 ist 3 mal 3, Zahlen, die in vielen Erzählungen, Märchen und auch Religionen eine wichtige Rolle spielen. Die Wünsche, die man von einer guten Fee bekommt sind auch immer 3, ein menschliche Schwangerschaft dauert 9 Monate, jeden 27. Tag treffen sich Sonne und Mond zur Vereinigung. In der griechischen Zahlensymbolik bedeutet die 3 eine Vereinigung von Gegensätzen oder Wiedersprüchen.

Forever-27-Club
Oft wird in diesem Zusammenhang vom Forever-27-Club gesprochen. Sogar ein Poster dieser 5 Rock-Heroen gibt es. Manchmal wird auch von der Insel der toten Künstler gesprochen. Angeblich sitzen die alle gemütlich auf einer Karibikinsel und pfeifen sich hin und wieder den ein oder anderen Ofen rein. Manchmal schaut auch Elvis auf einen Whiskey in the Jar vorbei und Dee Dee, Joey und Johnny sind sowieso Stammgäste.

Und an dieser Stelle das heutige Kalendarium:

Am 19. November 1960 wurde Matt Sorum, Schlagzeuger von Velvet Revolver in Kalifornien geboren. Vor Velvet Revolver war der Musiker unter anderem – wie könnte es anders sein? – bei Guns N’Roses tätig (wie sowieso fast die ganze Band).

Eure Blutsschwester.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.